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Wir Journalisten sind Diskursmaschinen. Wir verarbeiten Informationen und befragen Menschen, um an Informationen zu kommen. Wir versuchen, Eindrücke in Worte zu fassen und Zusammenhänge zu erklären. Das alles in einem hohen Tempo. Wir sind Instanzen in einem Schreib-Spiel. Von einem Autor unterscheiden sich Journalisten durch die Aufgabe der
Illusion, daß es die Funktion Autor geben kann. Um mit den altehrwürdigen
Bedienungsanleitungen für Mailinglisten zu sprechen: Das Feld "Subject" muss nicht
ausgefüllt "Als Leeraussage zu wiederholen, daß der Autor verschwunden ist, reicht aber offenbar nicht aus. Ebenso reicht es nicht aus, endlos zu wiederholen, daß Gott und Mensch eines gemeinsamen Todes gestorben sind. Was man tun müßte, wäre, den durch das Verschwinden des Autors freigewordenen Raum ausfindig zu machen, der Verteilung, der Lücken und Risse nachzugehen und die freien Stellen und Funktionen, die dieses Verschwinden sichtbar macht, auszukundschaften." (Michel Foucault) |
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